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E-Rechnungspflicht: Übersicht nach Ländern Welche Länder verpflichten E-Rechnung und ab wann?

  • E Rechnung
  • 15 Feb, 2026
  • 7 Min. Lesezeit

Europa stellt in rasantem Tempo auf verpflichtende E-Rechnung um. Immer mehr Länder verlangen, dass Unternehmen Rechnungen als strukturierte elektronische Dateien austauschen — nicht als PDF oder Papier. Einige Länder sind schon seit Jahren dabei, andere beginnen 2026 oder 2027.

Diese Übersicht zeigt, welche Länder E-Rechnung verpflichtend gemacht haben, welche als Nächstes folgen und was das für Ihr Unternehmen bedeutet.

Länder mit bereits bestehender E-Rechnungspflicht

Diese Länder sind Vorreiter. Die Pflicht gilt dort bereits für B2B-Transaktionen.

LandPflicht seitSystem/FormatUmfang
Italien2019FatturaPA / SdIAlle B2B und B2C
Türkei2012 (schrittweise)e-Fatura / e-ArşivDie meisten Unternehmen
Rumänien2024e-Factura (RO e-Invoice)Alle inländischen B2B
Lettland2025Peppol BIS BillingB2G, Ausweitung auf B2B

Italien war der erste EU-Mitgliedstaat, der E-Rechnung breit verpflichtete. Das SdI-System (Sistema di Interscambio) verarbeitet alle Rechnungen — B2B und B2C — über eine zentrale Plattform. In den Jahren nach der Einführung stieg das Umsatzsteueraufkommen erheblich, was andere Länder inspirierte.

Die Türkei begann 2012 mit e-Fatura für Großunternehmen und weitete dies schrittweise aus. Heute müssen praktisch alle Unternehmen über einer bestimmten Umsatzschwelle elektronisch fakturieren.

Rumänien verpflichtete 2024 alle inländischen B2B-Rechnungen über das e-Factura-System. Die Nutzung der Plattform ist nicht mehr optional.

Lettland hat E-Rechnung für B2G-Transaktionen verpflichtet und weitet dies schrittweise auf B2B aus.

Länder mit neuer oder bevorstehender E-Rechnungspflicht

In diesen Ländern finden die Veränderungen gerade statt oder stehen unmittelbar bevor.

LandWannSystem/FormatDetails
DeutschlandEmpfang: Jan 2025 / Versand: Jan 2027XRechnung, ZUGFeRDSchrittweise; alle B2B
BelgienJanuar 2026Peppol BIS Billing 3.0Alle inländischen B2B
PolenFebruar 2026KSeFAlle B2B, zentrale Plattform
GriechenlandFebruar 2026myDATAAlle B2B
FrankreichSep 2026 (groß) / Sep 2027 (alle)Factur-X, UBL, CIINach Unternehmensgröße
Spanien2026-2027 (erwartet)Ley Crea y CreceB2B, schrittweise

Deutschland verfolgt einen stufenweisen Ansatz. Seit Januar 2025 müssen alle Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Ab Januar 2027 müssen Unternehmen mit einem Jahresumsatz über 800.000 Euro sie auch versenden; ab Januar 2028 gilt dies für alle. Deutschland akzeptiert mehrere Formate (XRechnung, ZUGFeRD), solange sie der europäischen Norm EN 16931 entsprechen.

Belgien entschied sich für einen einzelnen Stichtag (1. Januar 2026) und einen einzigen Standard (Peppol BIS Billing 3.0). Alle umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen, die inländische B2B-Transaktionen durchführen, müssen strukturierte E-Rechnungen verwenden. Keine Ausnahmen nach Größe.

Polen startet das KSeF-System (Krajowy System e-Faktur) — eine zentrale Plattform, über die alle Rechnungen laufen müssen. Dies gibt der polnischen Steuerbehörde Echtzeit-Einblick in Transaktionen.

Griechenland erweitert die myDATA-Plattform um die verpflichtende B2B-E-Rechnung, nach Jahren verpflichtender digitaler Meldungen.

Frankreich führt E-Rechnung schrittweise ein: Großunternehmen ab September 2026, alle Unternehmen ab September 2027. Das Land akzeptiert Factur-X, UBL und CII.

Spanien bereitet die Pflicht über die Ley Crea y Crece vor. Die genauen Termine stehen noch nicht endgültig fest, erwartet wird 2026-2027.

Peppol-Pioniere: Länder mit hoher Adoption

Einige Länder haben keine breite B2B-Pflicht, sind aber Vorreiter im Peppol-Netzwerk — insbesondere für B2G (öffentliche Beschaffung).

LandPeppol-StatusBesonderheiten
NorwegenB2G-Pflicht, 84 % AdoptionEuropäischer Spitzenreiter bei freiwilliger B2B-Nutzung
SchwedenB2G-PionierFrühe Einführung, breite Nutzung
SingapurPflicht (erster außerhalb der EU)Peppol Authority, InvoiceNow
AustralienB2G-Pflicht 2026Peppol Authority
NeuseelandPflicht Januar 2026Peppol Authority

Norwegen hat die höchste freiwillige Peppol-Adoptionsrate weltweit. 84 % aller B2B-Rechnungen laufen bereits über Peppol, obwohl es für B2B nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Praxis hat die Gesetzgebung schlicht überholt.

Singapur war das erste Land außerhalb der EU, das Peppol einführte und InvoiceNow als verpflichtendes E-Rechnungsnetzwerk etablierte.

Australien und Neuseeland folgen mit eigenen Peppol-Mandaten für Regierungstransaktionen.

Das große Bild: EU ViDA

Zusätzlich zu allen nationalen Mandaten kommt die EU-ViDA-Verordnung (VAT in the Digital Age). Sie legt fest, dass:

  • Ab dem 1. Juli 2030 alle innergemeinschaftlichen B2B-Transaktionen über strukturierte E-Rechnung abgewickelt werden müssen
  • Eine standardisierte digitale Meldung an Steuerbehörden eingeführt wird
  • Das Peppol-Netzwerk voraussichtlich die Grundlage für diesen Austausch bildet

Das bedeutet: Auch Länder, die heute noch keine nationale Pflicht haben, müssen ab 2030 beim grenzüberschreitenden Handel mitmachen. E-Rechnung wird zum Standard in der gesamten EU.

Komplettübersicht: alle Länder auf einen Blick

LandB2B-PflichtFormatInkrafttretenStatus
AustralienB2GPeppol2026Aktiv (B2G)
BelgienAlle B2BPeppol BIS Billing 3.0Jan 2026Aktiv
DeutschlandAlle B2BXRechnung / ZUGFeRD2025-2028Stufenweise aktiv
FrankreichAlle B2BFactur-X / UBL / CIISep 2026-2027Stufenweise
GriechenlandAlle B2BmyDATAFeb 2026Aktiv
ItalienAlle B2B + B2CFatturaPA / SdI2019Aktiv
LettlandB2G + B2BPeppol2025Aktiv
NeuseelandB2GPeppolJan 2026Aktiv
NorwegenB2G (84 % B2B)Peppol / EHFSeit JahrenAktiv
PolenAlle B2BKSeFFeb 2026Aktiv
RumänienAlle B2Be-Factura2024Aktiv
SchwedenB2GPeppol / SvefakturaSeit JahrenAktiv
SingapurPflichtPeppol / InvoiceNowAktivAktiv
SpanienAlle B2BLey Crea y Crece2026-2027Geplant
TürkeiDie meisten Unternehmene-Fatura2012+Aktiv
EU (ViDA)Alle innergemeinschaftl. B2BPeppol (erwartet)Jul 2030Geplant

Was bedeutet das für Sie?

Selbst wenn Ihr Land noch keine Pflicht hat, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Sie bereits E-Rechnungen empfangen. Ein italienischer Lieferant, ein belgischer Kunde, ein deutsches Unternehmen — sie senden Ihnen strukturierte XML-Rechnungen, weil ihre Gesetzgebung es verlangt.

Konkret:

  • Sie empfangen sie bereits. Rechnungen von Geschäftspartnern in Ländern mit Pflicht kommen als XML-Dateien — per E-Mail, über Peppol oder als Download.
  • Sie müssen sie lesen können. Eine XML-Datei in einem Texteditor öffnen zeigt nur Code. Sie brauchen einen Viewer, der die Rechnungsdaten übersichtlich darstellt.
  • Vorbereitung lohnt sich. Je früher Sie verstehen, wie E-Rechnungen funktionieren, desto reibungsloser verläuft der Übergang, wenn Ihr Land nachzieht.

Wie öffnet man eine E-Rechnung?

E-Rechnungen sind XML-Dateien, die für die Verarbeitung durch Software gedacht sind. Sie sehen unlesbar aus, wenn man sie in einem Texteditor oder Browser öffnet.

UBL Buddy macht es einfach: Doppelklicken Sie auf eine XML-Rechnung und Sie sehen sofort alle Details — Lieferant, Beträge, Umsatzsteuer, Fälligkeitsdatum und Zahlungsinformationen. Es funktioniert auf Mac, iPhone und iPad, ohne Internetverbindung.

  • Rechnungen kostenlos öffnen und anzeigen
  • Funktioniert offline — Ihre Daten bleiben auf Ihrem Gerät
  • Unterstützt Peppol BIS Billing, XRechnung, ZUGFeRD und andere UBL/XML-Formate

Häufig gestellte Fragen

Muss ich selbst auch E-Rechnungen versenden?

Das hängt davon ab, wo Ihr Unternehmen ansässig ist und welche lokale Gesetzgebung gilt. In Ländern mit aktiver Pflicht (Italien, Belgien, Rumänien usw.) müssen Sie sowohl senden als auch empfangen. In Ländern ohne Pflicht können Sie freiwillig E-Rechnungen versenden — und es ist klug, sich darauf vorzubereiten.

Welches Format verwenden die meisten Länder?

Die meisten europäischen Länder verwenden Formate, die der EU-Norm EN 16931 entsprechen. In der Praxis sind das Peppol BIS Billing (UBL 2.1), XRechnung, ZUGFeRD oder Factur-X. Einige Länder (Italien, Türkei) haben eigene nationale Systeme. Der Trend geht klar in Richtung Peppol als europäischem Standard.

Brauche ich eine Peppol-ID?

Eine Peppol-ID ist nicht überall Pflicht, wird aber zunehmend empfohlen. Sie erleichtert es Geschäftspartnern, Sie zu finden und Rechnungen digital zu senden. Sie können eine Peppol-ID über Ihre Buchhaltungssoftware oder einen Peppol Access Point beantragen. In Belgien ist das Peppol-Netzwerk der verpflichtende Standard.

Tags:
  • E rechnung
  • Peppol
  • Pflicht
  • Europa
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